Bleibt Fercher auch gegen Leibnitz ungeschlagen?
|
„Leibnitz ist der wahrscheinlich stärkste Aufsteiger heuer“, verweist Mühlviertel-Trainer Pepi Reiter unter anderem auf das 5:6 gegen Pinzgau. Nichts desto trotz sind die Seinen in der 6. Runde am Samstag (20 Uhr) Favorit. Noch dazu darf der Rekordmeister in der heimischen SHS-Halle in Niederwaldkrichen empfangen.
„Leibnitz hat das Heimrecht abgegeben, weil die neue Halle in Leibnitz nicht rechtzeitig fertig wird“, erklärt der verantwortliche ÖJV-Funktionär Martin Poiger. Die Fertigstellung des neuen Zuhauses der Südsteirer hat sich auf Mitte Juli verschoben.
Vom abgebenen Heimrecht ist auch die zweite Mannschaft der Leibnitzer betroffen. Diese muss mit der ersten Garnitur am Samstag ebenfalls ins Mühlviertel, um dort gegen den Leader der zweiten Bundesliga, UJZ II, auf die Matte zu steigen (18 Uhr).
„Nicht auf die leichte Schulter nehmen“
| |
|
Tabelle
|
Rd.
|
+/-
|
Pkt.
|
| 1. Galaxy Wien |
5
|
31
|
9
|
| 2. Union Pinzgau |
5
|
12
|
8
|
| 3. UJZ Mühlviertel |
4 |
26 |
6 |
| 4. JU Flachgau |
4
|
7
|
4
|
| 5. Multikraft Wels |
4
|
-17
|
4
|
| 6. WSG Wattens |
4
|
-11
|
3
|
| 7. SU Leibnitz |
4 |
-9 |
2 |
| 8. Samurai Wien |
5 |
-13 |
2 |
| 9. ULZ Hohenems |
4 |
-26 |
2 |
|
| |
Bundesliga, 6. Runde:
UJZ Mühlviertel - SU Leibnitz
Multikraft Wels - JU Pinzgau
WSG Wattens - Samurai Wien
JU Flachgau - ULZ Hohenems
Galaxy Wien - kampffrei |
Zuhause sollte für UJZ Mühlviertel, das aktuell Dritter in der Tabelle ist, gegen den Siebten nichts anbrennen. Doch Reiter warnt vor zu viel Selbstsicherheit und Leibnitz-Trainer Norbert Wiesner.
„Bertl war schon als Kämpfer ein Fuchs. Das hat er als Trainer mitgenommen“, erwartet der Olympia-Dritte von 1984 die eine oder andere Überraschung. „So jemanden wie ihn darfst du niemals auf die leichte Schulter nehmen.“
Damit nichts schiefgeht, wird Mühlviertel mit der stärksten Formation auftreten. Die drei Weltcup-Starter – Georg Reiter (bis 66 kg), Peter Scharinger (bis 73) und Albert Fercher (bis 81) – sind fit.
Bewährungsprobe gegen Grand-Slam-Sieger
Für Fercher könnte am Wochenende eine Serie zu Ende gehen. Der Lackener hat als einziger Kämpfer der gesamten Liga bisher alle acht Partien mit Ippon gewonnen. Am Samstag wartet auf den 22-Jährigen mit Tomislav Marijanovic ein echter Brocken. Der Kroate gewann heuer überraschend den Grand Slam in Rio de Janeiro.

An Ferchers Siegesserie verschwendet Trainer Reiter allerdings keinen Gedanken.
„Alberts Ergebnisse zeigen, dass er national mittlerweile eine Macht ist. Aber international läuft es bei ihm noch nicht. Vielleicht kann er so über die Liga zu Erfolgen über internationale Top-Leute kommen. Es wird eine Bewährungsprobe, ob sein Lauf anhält.“
1. Bundesliga, 6. Runde:
UJZ Mühlviertel – SU Leibnitz
2. Bundesliga, 4. Runde:
UJZ Mühlviertel II – SU Leibnitz II